Dienstag, 24. Juli 2007

Schützenfest Bad Fredeburg, der letzte Tag!

Heute war die Stimmung nochmal besser, die Band hat nochmal ordentlich einen draufgelegt.

Die kleinen Probleme vom Vortag wurden auch beseitigt.

Hatte ich mich jemals über schlechtes Catering beschwert? Mit folgendem Bild möchte ich dieses "Gerücht" möglist schnell wieder aus der Welt schaffen:



Was musste ich da entdecken? Eine noch nicht benutzte Gruppe am Mischpult. PFL funktionierte doch so gut mit dem Kopfhörer, wieso dann nicht einfach alles an die Gruppe senden und die dann abhören? Das war die Lösung, endlich konnte ich auch die Summe lauter auf dem Kopfhörer hören. Absofort ist Gruppe Nr. 4 in der Liste der Dinge, die ich mag:



Wie gesagt, sehr auslegassene Stimmung, die Bühne wurde fast vom Publikum gestürmt:





Natürlich darf auf einem traditionellen Sauerländer Schützenfest der Achim Reichel mit seinem Ruderleid nicht fehlen:



Ich muss mich leider heute etwas kürzer fassen, da ich bereits in genau 4 Stunden wieder aufstehen muss, um alles abzubauen, zu verladen, auszuladen und ins Lager einräumen muss.

Nochmal ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, vorallem die Band des Musikvereins Berghausen, die ihren Job wirklich versteht. Es macht riesen Spaß, mit euch zu arbeiten.

Vielleicht ergänze ich die Tage noch ein paar Videos vom 3. Tag. Am nächsten Wochenende gehts ab in die Eifel zum Mischer-Seminar, vielleicht dokumentier ich da drüber auch ein wenig, das nächste Schützenfest ist aber in genau 2 Wochen, dann aber wieder etwas kleiner im schönen Dorf Altenilpe.

Montag, 23. Juli 2007

Bad Fredeburger Schützenfest Tag 2

Um 2:00 Uhr Veranstaltungsende, um 2:30 Uhr zu Hause. Was für ein Traumjob!

Auch heute lief mal wieder alles ohne Probleme, Super Band - Super Stimmung, was will man mehr?

Auch eine bessere Digitalkamera hatte ich dabei, sodass es endlich auch bessere Bilder gibt.

Vorweg 2 Erkenntnisse des Tages:

Erkenntnis 1 - Lüfter in Movinghead Bases bleiben extra für das Vögelchen aus der Kamera stehen:



Erkenntnis 2 - Auch krumme Speakonstecker funktionieren nach wie vor einwandfrei (die Krümmung ist dabei schlimmer, als auf dem Bild zu sehen ist). Ein Hoch auf die Lichtensteiner Qualität!



Wo wir schon einmal bei Qualität wären, möchste ich das Problemkind des Vortages präsentieren. Mit dabei: Der Retter des Vortages. Das kaputte und das funktionierende Multicore. Welches welches ist lässt sich leicht an der Anzahl der gesteckten XLRs erkennen. Die Rückwege beim kaputten MUCO funktionieren komischer Weise noch einwandfrei:



Gibt es eigentlich eine geheime Regel unter Bandgruppierungen, welche besagt: "Kaufe
niemals schwarze XLR Kabel mit Neutrik Steckern"
??? Naja, alles bringt seine Vorteile mit sich, denn so sollte 
eine Unterscheidung der
Kabel beim Abbau kein Problem mehr darstellen. 
Und die Billigstecker laufen bisher auch, mit 
wenigen Ausmahmen auf einer anderen Show unserer Schützenfesttour.

Dank besserer Kamera gibt es jetzt auch bessere Bilder von Bühne und Instrumenten:




Die zahlreichen roten Stühle dienen übrigens der Blaskapelle als Sitzgelegenheiten. Es sind zwar nicht die schönsten und ein bisschen stören tuts auch, aber was will man machen.
Links im Bild sieht man den Gitarrenverstärker des Gitarristen (wer hätte das geahnt?), der klassischer Weise mit einem SM57 abgenommen wurde:



Sowas geht immer recht einfach, schön den Rand der Membrane eines Lautsprechers in der Box angepeilt, passt meistens. Aber Vorsicht! Es gibt solche Boxen, in denen oben und unten verschiedene Lautsprecher verbaut sind. Hier würde man dann zwei SM57 or whatever brauchen. Irgendjemand muss das Mikro auch angestoßen haben, sonst wäre es nicht so schräg. Auch mit im Bild ist der schlimmste Feind eines Veranstaltungstechnikers: Mehrfachsteckdosen mit Schalter. Flucks fällt mal irgendwas natürlich genau auf dem Schalter, ein kleiner Knall und die Show ist im Ars**!

Dann mal weiter mit den Instrumenten auf dem Bild. Nach Gitarrenverstärker und dahinter stehendem Keyboards steht da ein Schlagzeug rum, dass der Blaskapelle gehört, es wird also einfach übersehen ;). Danach kommt dann das E-Drum, von dem ich natürlich auch ein besseres Foto geschossen habe:



Alles, was weiß unter den Becken erscheint ist elektronisch. Das vordere Becken gehört übrigens noch zum Blaskapellenschlagzeug. Man kann gut 2 Toms sowie die Bassdrum vor dem RCF-Monitor erkennen. Auch nett, bei E-Drums gibts so keine Feedbacks. Unter der Hi Hat sieht man die "Zentraleinheit" (entschuldigt meine nicht vorhandene Begrifffestigkeit in diesem Bereich). Hier werden alle Pads angeschlossen und deren Signale in Sound gewandelt und auch ausgegeben. Im Hintergrund kann man dann noch die Percussions erahnen:



Hiervon hab ich noch weniger Ahnung, ich glaube nur, bei den Kondensatormikros oben drüber handelt es sich um AKGs, was ich aus der Beschriftung der Klemme hergeleitet habe.

Der gute Mann denkt an sich selbst zu letzt (echt?); hier also mein Arbeitsplatz:



Die Fusch-Beschriftung sollte schon ein bisschen erklären. Das Mikrofon hat sonst immer der Sänger in der Hand, ich kann nämlich überhaupt nicht singen. Siderack und Aux-Wege werde ich nochmal getrennt behandeln, und, ach ja, der Kopfhörer, das größte Übel. PFL geht ja wunderbar damit, aber die Summe kommt viiiieeel zu leise rüber. Midas kann das viel besser. So wird mein ohnehin schon schlechter Standpunkt noch schlimmer. Sonst kann man ja mal eben fix was über den Kopfhörer mischen, und dann zur Seite gehen und kontrollieren, aber nein, doppelt so viel gerennen quer durch die Bude. Immer wenn man gerade in der Mitte angekommen ist, beginnt dann irgendwer auf der Bühne mit seinem Solo. Also zurückspringen und den Fader hochreißen. Was für eine Arbeit....

Das hier ist das Siderack:



Nichts weltbewegendes, eine Stromverteilung, ein 4-fach Gate, ein REV500 Effektgerät und einen Haufen 31-Band EQs. Der vierte von oben dient übrigens zur Filterung des Bassdrum-Signals aus dem E-Drum Signal. Der untere digitale sollte eigentlich in die Summe, ich habs beim Aufbau aber einfach verschlafen. Egal, geht auch so. Die anderen drei EQs sitzten in den Monitorwegen:



Aux1 gibt dem Hauptgesang Stoff auf seine InEar Kopfhörer. Aux2 versorgt die Frontmonitore, Aux3 den Monitor des Bassers. Aux5+6 geben dem Effektgerät seine Arbeit. Die Monitore des Drummers und des Keyboarders bekamen das Summensignal über eine Gruppe, deren Fader hier nicht mit drauf ist. Ich möchte mich auch noch über die absolut schreckliche Beschriftung
 des Pultes
entschuldigen, aber mit Kulli und Billigkrepp ist keine bessere Beschriftung drin.

Alles was ich da so mische, will ja auch verstärkt werden:



Das sind die Ampracks. Bzw. oben drauf stehen noch die beiden Empfänger der SLX-Anlage. Dadrunter die Systemendstufen der XA2, pro Seite eine Endstufe. Insgesamt hauen beide etwa 3,2 kW RMS auf die Schwingspulen. In dem Rack unten drunter ist nur die oberste Fat-Endstufe für die Frontmonitore angeschlossen. Das Driverack mache ich nur nie aus, weil der Schalter so hässlich knallt. Also garnicht erst angewöhnen.

Dann gibt es da noch etwas, was ich besonders mag:

- Gut einfgepegelte Signale:



- Meinen Freund den schüchternen Ypoc (Ypoc ist übrigens eine Kopie des Martin Mac 250 mit 
größerer Helligkeit
und weniger Fehlern, lest mal YPOC rückwärts):



- Blumen an der Wand:



Alles hat seine zwei Seiten, auch meine Einstellung zu den Dingen, sodass es auch was gibt, was ich überhaupt nicht mag:

Wenn man mein Survival-Case für das sinnentfreite Abstellen halbvoller/-leerer Biergläser und Flaschen verwendet:



Über Folgendes bin ich mir mit meiner Einstellung noch nicht so ganz im Klaren:



Ein Stativ/Ständer aus der Matrix? Ob sowas gut sein kann?

Abschließend noch ein paar Bilder, die ich während der Show geschossen habe:









Morgen dann der letzte Tag. Mal sehen was sich noch so ergibt.

Sonntag, 22. Juli 2007

Fortsetzung Tag 1

Am Abend lief dann alles ohne Probleme, ich wunderte mich sogar, wie gut man
 mit nur einer Großmembrane eine gesamte Blaskapelle abnehmen kann.  Ein bisschen die Bässe am EQ rausgedreht, wunderbar, passt. Mit noch 2 zusätzlichen Mikros sollte man dann auch die hinten sitzenden Musiker besser hören können.

Die Band spielte leider nur ein bisschen länger als eine Stunde, die Stimmung war aber trotzdem gut.

Wie macht man aus einem kompletten E-Drum Signal ein Base-Drum Signal? Oh, da ist ja noch eine Aux-Gruppe frei, damit bekommen wir das E-Drum schonmal aus dem Pult raus. Ein 31 Band EQ hängt auch noch unbenutzt im Siderack rum, hiermit kann man dann wunderbar die relevanten Frequenzen verstärken und störende absenken. Es ging dabei nicht um ein möglichst gut klingendes Signal, sondern es wurde dann mit dem "virtuellen Basedrumsound" der Taktgeber für die PARs über der Bühne versorgt. Dieser berechnet sich dann daraus relativ zuverlässig die aktuellen BPM und taktet damit den Chaser. So hat der Lichtmensch weniger Arbeit und kann sich damit auch nicht mehr vertun.

Dann habe ich auch noch ein paar Bilder, leider nur mit der Handykamera, die dunkle Räume überhaupt nicht mag, geschossen. So sieht an diesem Wochende die Bühne aus, aufgenommen von der Position meines FOHs, besetzt mit der Blaskapelle:




Hier mein Arbeitsplatz für dieses Wochenende. Pult ist ein etwas älteres Yamaha GF24/12, dass zwar nicht die meisten Routingmöglichkeiten besitzt, für solche Geschichten aber völlig ausreichend ist. Im Siderack sind bloß ein paar EQs, ein REV500 Effektgerät und ein Gate. Der Laptop dient, wie bereits erwähnt, zur Lichtsteuerung:



Und als letztes noch ein Bild aus der Sichtweise des Drummers. Das E-Drum kann man leider nicht erkennen, nur die Becken. Rechts oben erkennt man vielleicht das Overhead Mikrofon, hierbei handelt es sich um das doch sehr kleine aber feine AKG c430. Die Ausrichtung täuscht etwas auf dem Foto. Eins reicht dabei für die paar Becken auf jeden Fall aus, ein weiteres hängt allerdings noch über der Hi Hat am Stativ:


Heute Abend gehts dann weiter, ich hoffe dass ich dazu komme, die bessere Digicam einzupacken und auch bessere Fotos hin zu bekommen.

Samstag, 21. Juli 2007

21. Juli 07 - Schützenfest in Bad Fredeburg Tag 1


Bad Fredeburg, bekannt durch ihren Gleichschritt ;), fällt dieses Wochenende der guten alten Sauerländer Schützenfesttradition zum Opfer. Zudem wird dieser Brauch auch schon seit mittlerweile 175 Jahren betrieben, sodass man das Alles auf den wunderschönen Namen "175-jähriges Jubiläums-Schützenfest der St. Georg-Schützenbruderschaft Bad Fredeburg" getauft hat.

Auftreten wird, wie bei unserer gesamten "Schützenfest-Tour" die Band des Musikvereins Berghausen (ein kleines Dorf ganz in der Nähe, mir kam zu Ohren, dass Movingheads dort unbekannt sein sollen?) im Wechsel mit deren Blaskapelle. Location ist das hierzu Lande berühmte Kurhaus und bietet 1000 Gästen Sitzgelegenheiten. Also eigentlich eine sehr einfache Geschichte, sogar das Schlagzeug ist halb E-Drum. Klinken out, DI, Stagebox: fertig!

Interessiert am Grundriss? "Großer Festsaal". Mein FOH-Platz wurde leider aus Platz- und bestuhlungstechnischen Gründen an die Wand über dem "m" von dem Wörtchen "Fassungsvermögen" verfrachtet. Ich persönlich würde dem Standpunkt des Mischers ja eine höhere Priorität einräumen, als dem Standpunkt der Band :)




Was solls, aller Ärger bewirkt recht wenig, man nimmt also was kommt. 

Der Tag beginnt in frischer Frühe um 6:30 Uhr, das Mat. von der VA am Vorabend will noch abgeholt werden, dann brauchen wir spontan noch 2 Rode NT5 und der Anhänger will auch noch beladen werden.
Morgens, Punkt 10 in Fredeburg, beginnt wie vereinbart der Aufbau. Das Bandzeugs steht schon, also fix die PA gestackt (Dynacord XA2), Multicore gezogen, FOH eingerichtet, ein bisschen Licht in die schon vorhandene "Traverse" gehängt und losgelegt. So hätte es im Idealfall ausgesehen. Aber absolut kein Signal Input am Pult. Lange Rede, kurzer Sinn: Multicores lassen liebend gerne im Verleih ihr Leben. Also schnellstens ins Lager, neus Multicore geholt. Die Sonne geht auf, alles läuft wieder nach Plan. Die Zeit rennt, schnell ein paar Stücke Molton als Verschönerung aufgehängt - ready to rock (auf'm Schützenfest?!).

Nun gehts dann gleich zum Aufbau für die andere VA an diesem Abend, danach dann wieder zurück ins Kurhaus, Job 1 von 3 auf diesem Schützenfest erledigen. Weitere Berichte werden folgen.